Freitag, 12. Januar 2018

12 von 12 - Januar 2018

Guten Morgen und herzlich willkommen zu meinen "12. von 12."!
 Schnell einen zweiten Kaffee und dann geht`s los:

mit dem Bus

hierhin.

 Denn Stück für Stück möchte ich die Wohnung in diesem Jahr renovieren und neu gestalten

Letztes Wochenende lag ich noch darnieder mit hohem Fieber und Husten. Zwei meiner drei Kinder habe ich inzwischen erfolgreich angesteckt und schon die ganze Woche zu Hause.
Ab Mittags war ich dann aber heute doch etwas beunruhigt, weil ich solche Schmerzen beim Husten in der Rippengegend hatte. Also doch lieber zum Arzt.

Und tatsächlich:
Rippenfellentzündung und Antibiotikum.
Herrlich!

Darum ist der Rest des Tages auch sehr ruhig gewesen.

Mit Fischstäbchen für alle

genug Milch fürs Wochenende

Toffifee

 und "The Crown" am Nachmittag

Vielen Dank fürs Gucken.

LG von Caro

Mittwoch, 10. Januar 2018

Buchempfehlung: "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff

Nicht uneingeschränkt empfehlenswert: 
Auf den letzten Teil seiner "Alle Toten fliegen hoch"- Reihe habe ich mich sehr gefreut. Und als ich im November auch noch das Vergnügen hatte, Joachim Meyerhoff im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals im großen Saal der Elbphilharmonie erleben zu dürfen, konte ich den neuen Band nur schwer erwarten. Die Passagen, die er während der Lesung vorlas, waren schon wieder so skurril und unausdenkbar - das kann doch einem einzelnen Menschen gar nicht alles widerfahren.

"Es war, als hätte ich Jahre in einem Fäustling verbracht. Warm eingepackt und geborgen, aber zu nichts zu gebrauchen, wenn es darum ging, die Welt anzufassen."

Das Buch selbst hat mich dann doch etwas enttäuscht zurück gelassen. 
Meyerhoff erzählt vom Beginn seiner Schauspielkarriere in Bielefeld und später in Dortmund. Er erzählt von missglückten Proben und Aufführungen und entlarvt sich selbst mit erschreckender Offenheit. In beiden Städten findet er auch die Liebe, dummerweise zeitgleich - was ebenfalls zu so mancher, nicht nur logistischer Komik führt. Doch trägt die Geschichte nicht durch ein ganzes Buch, wie ich finde. An die Genialität seiner Vorgänger reicht es nicht heran, dafür ist es dann doch zu alltäglich was Meyerhoff berichtet. Gern gelesen habe ich es dennoch, allein um die Reihe zu einem Abschluss gebracht zu haben. Aber vielleicht wäre weniger in diesem Fall mehr gewesen.

LG von Caro

Montag, 1. Januar 2018

Happy New Year!


Sonntag, 31. Dezember 2017

Best of Kultur 2017

Wer mir schon länger folgt, der weiß, dass mein Herz nicht nur für DIY und Bücher schlägt - auch die Kultur hat einen ganz großen Platz in meinem Leben. Und in einer Stadt wie Hamburg kann man sich aus dem breitgefächerten Angebot die besten Veranstaltungen raussuchen:
Und so war ich nicht nur in meinem heißgeliebten Thalia-Theater, sondern auch im Ernst-Deutsch-Theater, dem Schauspielhaus und den Hamburger Kammerspielen. Ich war in der Elbphilharmonie und habe John Malkovich als verrückten Diktator gesehen, Joachim Meyerhoff zugehört, Yo-Yo Ma gelauscht und war begeistert vom Dirigenten Krystof Urbanski. Ich war bei unglaublich vielen Lesungen in den verschiedensten Buchhandlungen, in einer Fass-Sauna und auf der Cap San Diego. Ich bin über die Leipziger Buchmesse gelaufen, war beim Literaturcamp in Heidelberg und in Köln auf der LitBlogCon und ich habe Ausstellungen im Museum für Kunst und Gewerbe gesehen und in den Deichtorhallen.
Ich hab Gisbert zu Knyphausen gehört und mit Deichkind auf der Trabrennbahn das Fass rein gerollt. Cornelia Funke hat dem kleinsten Mitbewohner und mir aus ihren Drachenreitern vorgelesen, Angie Thomas hat von ihrem Leben mit rassisitischen Vorurteilen erzählt und auf der Remind Konferenz lernte ich bei tollen Vorträgen etwas über Nachhaltigkeit.
Und schließlich hab ich tatsächlich dieses Jahr Jamie Oliver höchst persönlich getroffen, mich halb tot gelacht bei Tape Face, gekocht mit der durchgeknallten Crew von Foodboom. 
Kann das bitte im nächsten Jahr so weiter gehen? 

Und ich sage auch "Danke! Danke! Danke!!" an all die Künstler, Veranstalter, Macher und Strippenzieher im Hintergrund, die solche Ereignisse überhaupt erst möglich machen und sich kümmern, dass ihre Besucher sicher und begeistert nach diesen Events wieder nach Hause finden.

LG von Caro

Best of DIY 2017

Traditionell am letzten Tag des Jahres: 
der Rückblick auf die geschafften Projekte dieses Jahr
Besonders gefreut habe ich mich über die Entdeckung, dass man Shibori auch in der heimischen Waschmaschine produzieren kann und habe gleich mehrfach immer wieder überraschende Stoffe selbst gefärbt und verarbeitet oder dass man Ropebowls nähen kann. Meine großen Kinder möchten kaum mehr benäht werden und so blieb auch dieses Jahr wieder viel Zeit für eigene Dinge, wie natürlich Charliebags mit großen Plots, Portemonaies aus japanischem Wachstuch und dem neuen Lieblingsschnitt "Amy".
Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, wieviel im Laufe eines Jahres doch zusammen kommt und hoffe, ihr ward ähnlich erfolgreich und kreativ. Nähen oder überhaupt etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, schon bestehende Ideen weiterzuentwickeln und vielleicht etwas Neues für sich zu entdecken und auszuprobieren ist ein Geschenk und bereichert das Leben.

DIY rocks!

Guten Rutsch, ihr Lieben! 
Auf in ein neues buntes 2018!

LG von Caro

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Zwischen den Jahren ...

... ist Zeit für Geschenke bespielen, ausschlafen, Kino, Theater mit den großen Kindern, Kaffee trinken und lesen.
Und der Blog hat Pause.
LG von Caro

Dienstag, 19. Dezember 2017

Nachgebacken: Zucker-Zimt-Brezeln

Jedes Jahr gibt es zu den eigentlichen Geschenken auch etwas Selbstgemachtes aus der Küche. Entweder die schon Kult-Status erreichten "Weihnachtsmandeln" oder (wenn es schneller gehen muss) die unschlagbar leckeren "Zucker-Zimt-Brezeln" von Jeanny aka "Zucker Zimt und Liebe":
 Einziges Problem - es ist jetzt schon keine Brezel mehr übrig zum Verschenken, alle weggefuttert ...

LG von Caro

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Lieblingsbücher 2017


Viele von euch haben darauf bestimmt schon gewartet: 
hier kommen meine 
Lieblingsbücher 2017

Dieses Jahr ist die Anzahl der gelesenen Bücher nicht so beeindruckend wie sonst. Das liegt vor allem daran, dass sich Jugendbücher (die ich in den letzten Jahren zu Hauf gelesen habe) sehr viel schneller weglesen lassen. Stattdessen habe ich dieses Jahr bewusst ganz andere Bücher gelesen, dickere, wertvollere vielleicht, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregen und mich stark beeindruckt haben. Der link führt wie immer zum Partner-Programm von Amazon. Falls ihr dort etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, über die ich mich natürlich sehr freue, für euch bleibt der Preis gleich. Ich sage aber ehrlich, dass ich mir wünschen würde, dass ihr gerade eure Bücher in eurer Lieblingsbuchhandlung kauft.


1. "Hier bin ich" von Jonathan Safran Foer*
Über das Scheitern einer Ehe mit drei Kindern - schonungslos, voller Wahrheiten und bitterer Erkenntnisse. 
"Erzähl mir nicht, sagte er, dass du deine Zeit und deine Gedanken nicht gern wieder für dich hättest. Du sollst ja nicht schlecht über deinen Mann oder deine Kinder reden. Wir können wohl voraussetzen, dass dir nichts anderes jemals auch nur halb so viel bedeutet hat oder dass dir nichts mehr bedeutet. Ich möchte weder die Antwort hören, die du geben willst, noch die, die du meinst geben zu müssen. Ich weiß, dass man sich gegen den Gedanken sträubt und nicht darüber sprechen mag. Aber mal ehrlich: Wärst du allein nicht glücklicher?"

2. "Ein Monat auf dem Land" von J. L. Carr*
Ein kleines Buch voller Leichtigkeit über die Liebe.
"Sie kam nur wenige Schritte näher, aber jetzt konnte ich erkennen, dass sie wesentlich jünger war als Keach, höchstens neunzehn oder zwanzig, und sehr hübsch. Nein, nicht nur hübsch, sie sah umwerfend aus. Ihr Hals war bis zum Ansatz ihres Busens unbedeckt, und ich fühlte mich augenblicklich an ein Boticelli-Gemälde erinnert - nicht an die "Venus", sondern an die "Primavera". Teils lag es an ihrem wundervollen Gesicht, teils an ihrer grazilen Art, daran, wie sie stand. Ich hatte genügend Gemälde in meinem Leben gesehen, um wahre Schönheit zu erkennen, aber niemals hätte ich damit gerechnet, ihr an diesem abgelegenen Ort zu begegnen."

3. "Das Buch der Wunder" von Stefan Beuse*
Ein modernes Märchen über die Geschwister Penny und Tom, nach dem Verlust ihres Vaters.
"Über Monate hinweg war ihr Vater immer weniger geworden, eine Fotografie, die unbemerkt verblasste, doch mit seiner Abwesenheit umzugehen war immer noch leichter, als die Abwesenheit einer Mutter zu ertragen, die alles in einen stummen Schuldspruch verwandelte. Den ganzen Tag saß sie reglos in der Wohnung. Sie sagte nichts, aber ihre Blicke gaben ihnen das Gefühl, das alles falsch an ihnen war. Jede Geste, jede Bewegung, jedes Wort."

4. "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara*
Erzählt wird die Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm - einer Freundschaft, die wichtiger und aufrichtiger ist als jede andere, die geprägt ist durch Liebe, Verständnis und tiefe Gefühle, selbst als sich immer mehr offenbart, was Jude als Kind ertragen musste.
"Man muss über so etwas reden, solange es noch frisch ist. Sonst macht man es nie. Ich bring dir bei, darüber zu reden, denn es wird immer schwieriger, je länger man wartet, und es wird in dir gären, und du wirst für immer glauben, dass du selbst an allem schuld bist. Natürlich stimmt das nicht, aber du wirst es für immer und ewig glauben."

5. "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky*
KÖNNT IHR BITTE ALLE DIESES BUCH LESEN????
Ich glaube, ich habe es inzwischen bereits über 10 Mal verschenkt und kann nur immer wieder betonen, wie besonders es ist.

6. "Der Club" von Takis Würger*
Ein Krimi über einen geheimen Box-Club in Camebridge.

7. "Libellen im Kopf" von Gavin Extence*
Abby leidet unter Hypomanie und findet nach einen kompletten Zusammenbruch wieder zu sich selbst.

8. "Fegefeuer" von Sofi Oksanen*
Das Leben der Bäuerin Alide vor, während und nach der russischen Besatzungszeit Estlands und der Erkenntnis, dass man vor der Vergangenheit nicht weglaufen kann.
"Alides eigene Fähigkeit, vor etwas Angst zu haben, war etwas, was der Vergangenheit angehören sollte. Sie hatte die Angst hinter sich gelassen und scherte sich überhaupt nicht um die Steinewerfer. Aber jetzt, wo ein unbekanntes Mädchen in ihrer Küche war und seine nackte Angst auf dem Wachstuch ausbreitete, konnte sie sie nicht einfach wegwischen, wie sie es hätte tun sollen, sondern sie ließ sie zwischen die Tapete und den alten Kleister schlüpfen, in die Ritzen, die dort von den versteckten und später vernichteten Fotos zurückgeblieben waren. Die Angst ließ sich nieder wie in ein wohlbekanntes Haus. So als wäre sie niemals fort gewesen. So als hätte sie nur irgendwo einen Besuch gemacht und wäre am Abend heimgekehrt."

9. "The Hate U give" von Angie Thomas*
Das wichtigste Jugendbuch des Jahres! Es handelt von Starr, die als fast einzige Schwarze auf eine weiße Privatschule geht, jedoch jeden Abend in ihr Viertel zurückkehrt. Eines Tages nach einer Party geschieht ein schreckliches Unglück und lässt sie über sich herauswachsen.
"Ich habe es immer wieder erlebt: ein Schwarzer wird erschossen, nur weil er schwarz ist, und die Hölle bricht los. Ich habe RIP-Hashtags getweetet, Bilder auf Tumblr weitergebloggt und jede Petition, die es gab unterzeichnet. Immer habe ich gesagt, wenn ich dabei wäre, wenn sowas passiert, dann hätte ich die lauteste Stimmer und würde dafür sorgen, dass die Welt erfährt, was passiert ist.
Jetzt bin ich genau diese Person und habe zu viel Angst, den Mund aufzumachen."

10. "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde*
Angesichts des Insektensterbens ein ganz wichtiges Buch, um Verständnis für die Bedeutung der Bienen für die Menschheit zu schaffen. Erzählt wird auf drei Zeitebenen, mit jeweils ganz unterschiedliche Protagonisten.
"Im Jahr 2045 gab es keine Bienen mehr auf der Welt."

11. "Und es schmilzt" von Lize Spitz*
Ein psychologisch ungemein ausgeklügeltes Familiendrama in einem kleinen Dorf in Flandern.

12. "Alles über Heather" von Matthew Weiner*
Perfekt übersetztes Kleinod, wie ein Außenseiter eine vermeintlich perfekte Familie bedroht.

13. "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon* 
Mary, recht ungebildet, tritt eine neue Stelle an. Hat man sich erst einmal an den Stil des Buches gewöhnt, hat es eine rauhe Schönheit.
"Das Schreiben dauert lange. Jedes Wort muss buchstabiert und eins nach dem anderen aufs Papier geschrieben werden und wenn ich fertig bin muss ich es noch einmal anschauen um zu überprüfen ob ich die richtigen Ausdrücke gewählt habe. Und was ich sagen will. Und warum ich es sage. Und es dauert länger dass ich etwas hinschreibe was passiert ist als es gedauert hat dass es passiert."

14. "Sie mich an" von Mareike Krügel*
Über das Selbstverständnis einer Mutter und ihrer Bedeutung in der Familie, als sie ein "Etwas" in ihrer Brust ertastet und sich fragt, wie es weitergehen soll.

15. "Raumpatrouille" von Matthias Brandt*
Von der Kindheit, wenn der Vater Willy Brandt heißt.

16. "Ich Eleanor Oliphant" von Gayle Honeyman*
Eleanor, Ende dreißig, findet sich recht normal, obwohl sie regelmäßig am Wochenende zwei Tage durchgehend betrunken ist und ihre einzige Hass-Verbündete ihre Mutter ist. Eine plötzlich überraschend auftretende Verliebtheit in einen Star bringt sie dazu, sich endlich ihrer Vergangenheit zu stellen, die sie so lange verdrängt hat.
"Stets habe ich den allergrößten Wert darauf gelegt, allein zurechtzukommen. Ich bin eine Einzelkämpferin, die letzte Überlebende. Ich bin Eleanor Oliphant. Ich brauche niemanden sonst. Es gibt keine große Leere in meinem Leben, kein fehlendes Puzzleteil, das mich vervollständigen würde. Ich bin mir selbst genug, ein kleines Elementarteilchen. Das habe ich mir zumindest immer eingeredet. Bis gestern Abend, als ich der Liebe meines Lebens begegnet bin."

Ich hoffe, ihr könnt noch den ein oder anderen Tipp für eure Geschenke oder Wunschzettel mitnehmen!

LG von Caro

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Dienstag, 12. Dezember 2017

12 von 12 - Dezember 2017

Guten Morgen!
Zum Frühstück wird dieses Jahr eine Adventskerze angezündet.

So richtig hell wurde es heute erst sehr spät, dazu die Aussicht auf Schneeregen und ungemütliche Temperaturen ...

Da hilft nur Kopfhörer auf und ganz laut Musik hören, zB Prince "U Got The Look" mit Sheila E. und Sheena Easton - und alles läuft viel besser!

Die großen Kinder haben dieses Jahr einen Adventskalender, in den ich lauter Süßigkeiten aus verschiedenen Ländern gesteckt habe. Heute gabs Gummizeugs mit den verschiedenen Entwicklungsstadien des Frosches ... großartig, oder?


Montag, 11. Dezember 2017

Mein Insta Wochenende ...

... war geprägt durch viel weihnachtliches Leuchten und Glitzern:
(1) Der Herrnhuter Stern ist und bleibt meine absolute Lieblingsadventsdekoration. Dieses Jahr hängt er im Küchenfenster und schon morgens leuchtet er für uns. (2) Und ich war nach ganz vielen Jahren mal wieder Frühstücken bei "Lühmanns", noch immer so herrlich plüschig und gemütlich. (3) Erfolglos habe ich im samstäglichen Gewimmel versucht, Weihnachtsgeschenke zu kaufen und konnte so wenigstens abends die schöne Hamburg-Kugel im Hamburger Hauptbahnhof fotografieren. (4) Und am Sonntag führte es mich wieder ins Thalia-Theater, wo zur Mittagszeit in einer fast 3 Stunden dauernden Veranstaltung mit Theater, Musik und vielen wunderbaren Reden, dem jungen und talentierten Schauspieler Steffen Siegmund der diesjährige Boy-Gobert Preis überreicht wurde.

Ich hoffe, ihr hatten ein ähnlich schönes Wochenende.

LG von Caro

PS: 
Nicht vergessen! Morgen ist wieder Zeit für "12 von 12!", tatsächlich schon zum letzten Mal in diesem Jahr. 
Ich freu mich noch immer so, dass es für viele von euch inzwischen schon seit Jahren zu ihren festen Monatsaufgaben gehört, dort teilzunehmen. Vielen Dank!

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Buchempfehlung: "Good Night Stories for Rebel Girls"

Ein wunderschönes inspirierendes Buch für mehr Girlpower und Unabhängigkeit: 
Erzählt werden 100 Geschichten von 100 besonderen Frauen aus aller Welt, zB Kleopatra, Angela Merkel, Anna Politkowskaja, Elisabeth I., Nina Simone oder Maria Callas. Jede ist aufbereitet wie ein Märchen und wunderschön illustriert von 60 verschiedenen Künstlerinnen. 

Eine über alle Maßen anregende Lektüre für alle Mädchen und Frauen!

"An alle rebellischen Mädchen dieser Welt:
träumt größer
zielt höher
kämpft entschlossener
und im Zweifelsfall merkt euch:
Ihr habt Recht."

LG von Caro

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Donnerstag, 30. November 2017

Fertig: Kalender 2018

Lieber spät als nie: 
mein Kalender für 2018
Diesmal kein kleiner Moleskine, wie in den ganzen letzten Jahren, denn große Kinder haben auch mehr Termine und oftmals fehlte mir doch der Platz. Darum wird mich dieses Jahr ein etwas größerer Kalender von Leuchtturm* begleiten, den gibt es auch in vielen wunderschönen Farben. Und er ist ähnlich aufgebaut wie meine bisherigen Kalender, denn ich brauche immer eine leere Seite neben der Woche für Notizen. Gut gefällt mir auch, dass es zwei Lesezeichen gibt, so dass man den hinteren Teil mit ebenfalls viel Platz für Listen (Ich liebe Listen!) nutzen und wiederfinden kann. Praktischerweise gibt es zu jeder Kalenderfarbe die passende selbstklebende Stifteschlaufe*, weshalb er diesmal auch nicht benäht, sondern lediglich beplottet wurde. Ganz schlicht!

Und was habt ihr nächstes Jahr für einen Kalender? Tut ihr euch auch immer so schwer, euch für einen zu entscheiden und bleibt lieber immer beim gleichen?

LG von Caro

PS:
Wer sich aber gerne eine Hülle für seinen Kalender nähen möchte, dem empfehle ich nochmal mein Tutorial:
"So geht das: Kalenderhülle nähen für den kleinen Moleskine, mit Stiftelasche"

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Donnerstag, 23. November 2017

Buchempfehlung: "Alles über Heather" von Matthew Weiner

Ein kleines psychologisches Meisterwerk: 
Mark und Karen Breakstone leben in New York und haben eine Tochter - Heather. Während Mark an seiner Karriere arbeitet, dreht sich Karens Leben seit der Geburt ihrer Tochter nur noch um sie, dieses besondere Kind, das alle mit seiner Art in den Bann zieht.

"(Karen) erklärte Mark, sie wolle kein zweites Kind. Es wäre Heather gegenüber unfair. Tatsächlich hatte Karen schon im Augenblick der Geburt gewusst, dass sie Heather so lange wie irgend möglich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und Fürsorge schenken würde. Da die Kleine kein gewöhnliches Kind war, grübelte Karen auch nie, ob sie mit Heather möglicherweise nur ihr fehlendes Interesse an einer beruflichen Karriere oder ihre Abhängigkeit von Marks Erfolg rechtfertigen wollte. Hätte Karen eine solche Ausstrahlung und solch einen Zauber wie Heather besessen, wäre ihr Mutter vielleicht nicht wieder an die Uni gegangen."

Dieses innige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter findet ein jähes Ende, als die Pubertät mit aller Macht zuschlägt. Karen fühlt sich betrogen und verlassen, dass ihre Tochter sich nunmehr besser mit ihrem Vater versteht, tut sein übriges. Und wäre das noch nicht genug, so erscheint plötzlich Bobby Klasky auf der Bühne, ein Arbeiter, schon früh straffällig geworden, mit einem ganz besonderen Interesse an ihrem wertvollsten Besitz. 
Und das Unheil nimmt seinen Lauf ...

"Auf seinem hohen Aussichtsposten nahm Bobby an einem späten Nachmittag zu ersten Mal den Hauch eines Duftes wahr, bei dem ihm der Kaffee aus der Hand fiel und er tief einatmen musste. Nase und Lungen füllten sich mit einer Mixtur aus Zigaretten, Seife und Blut, die wie in einer Explosion von einem hochgewachsenen, schlanken Mädchen aufstieg, das in sein Handy sprach; Rauch umkringelte das schulterlange hellbraune Haar, als ob es in Flammen stünde. Für jemand anderen wäre in diesem Moment vielleicht die Zeit stehen geblieben, aber Bobby besaß keine Vorstellung von Zeit, deshalb waren die Dinge für ihn entweder interessant oder langweilig, und wenn es um Menschen ging, bedrohlich oder erregend."

Brilliant geschrieben, fast ohne Dialoge beschreibt Weiner (der übrigens die Drehbücher zu "Mad Men" und "Die Sopranos" geschrieben hat) wie das Böse dieses Idyll bedroht und die Menschen zum Äußersten treibt. Die Übersetzung von Bernhard Robben tut ihr übriges, dass man dieses schmale Buch von nur knapp 130 Seiten mit einem leisen Grauen liest bis zum bitteren Ende.

LG von Caro

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Montag, 20. November 2017

Stoffmarktbeute

Gestern war in Hamburg endlich wieder Stoffmarkt. Leider war es voll kalt, regnerisch und ungemütlich, aber das hat mich natürlich nicht davon abgehalten, trotzdem mein Glück zu suchen. Zum ersten Mal bin ich allerdings nicht an meinem "Lieblingsstand" mit den Coupons fündig geworden, irgendwie war das alles nicht das, was ich suchte.
Mit nach Hause sind aber diese Stoffe gekommen:

die oberen sind Jersey und werden wohl zu Frau Aikos, darunter ist ein toller schwarzer Wollstoff mit weißen Streifen (der wird der nächste Mantel, hatte ich ja schon angekündigt) und dann kommen drei Sweats, die alle wohl Amy werden. Vor allem den blauen finde ich ja super und glaube aber, da muss dann noch irgendwas drauf, ein großer Patch, was Geplottetes, auf jeden Fall etwas Buntes.

Einen tollen Sart in die Woche und LG von Caro

Donnerstag, 16. November 2017

Buchempfehlung: "Und es schmilzt" von Lize Spit

Ein Buch voller Gewalt: "Und es schmilzt" von Lize Spit*:

Puh, kein leichter Stoff, den sich die junge Schriftstellerin Lize Spit für ihren ersten Roman ausgesucht hat. Dabei ist das Buch kein Thriller, sondern eher ein psychologisches Familiendrama. Und nach der Lesung letzte Woche in der Lieblingsbuchhandlung "Lüders" noch immer unwirklich, wie eine so nette und sympathische Person so eine Geschichte in sich tragen konnte.

Eva, die Hauptfigur, wächst in einem kleinen Dorf auf. Zusammen mit ihr werden in diesem Jahr nur noch zwei weitere Kinder geboren: Pim und Laurens. In Rückschauen der jetzt erwachsenen Eva, die auf dem Weg in ihr Heimatdorf ist, erfahren wir nach und nach, warum sie dorthin nie zurück kehren wollte und was dort im Jahre 2002 geschehen ist.Und je mehr man über das Leben dort erfährt, je mehr einem klar wird, dass Evas Eltern Alkoholiker sind, die Schwester an einer Zwangsstörung leidet oder die Freundschaft zwischen Pim, Laurens und Eva in eine Richtung steuert, die nur grausam und brutal enden kann, desto mehr schnürt sich einem das Herz zu und desto lieber möchte man wegschauen und nicht weiterlesen, was Menschen anderen antun können. Doch Lize Spit schreibt in einem so fesselnden Stil, dass selbst ich, die eigentlich ganz andere Genre liest, das Buch kaum aus der Hand legen konnte, es sei denn um kurz durchzuatmen und zu gucken, ob draußen die Sonne noch scheint.

"Ich sitze an diesem Tisch genau dort, wo Mama immer saß. Stundenlang konnte sie vor sich hin starren, ohne wirklich zu sehen, was sich im Garten abspielte. Menschen, die starren, sollten den Blick besser auf die Innenseite ihres Schädels richten. Dieser Stuhl war für sie der Platz, um im Geiste durchzugehen, was alles nicht geklappt hatte: der Sandkasten, den es nie gegeben hatte, die Windeln, die nicht an der Wäscheleine gelandet waren, die Zwillinge, die sie nicht auf dem Bulksteeg zur Schule gebracht hatte, die Mutter, die sie nicht geworden war."

Wer also mal erfahren will, wie einen ein Buch an die Grenze des Erträglichen bringt, der traue sich an dieses.

LG von Caro

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