Dienstag, 27. Juni 2017

Mein Insta-Wochenende ...

... hab ich diesmal in Heidelberg verbracht:
Literaturcamp Heidelberg
Dabei stand Freitag doch ziemlich auf der Kippe, ob ich mein Ziel überhaupt erreiche. 
Nicht nur, weil Hamburg - Heidelberg eine ziemliche Anreise mit sich bringt, durch das Unwetter im hohen Norden am Donnerstag war die Hinfahrt die reinste Odyssee: 
Schon im Hamburger Hauptbahnhof war der Bahnsteig so überfüllt, als der ICE einfuhr, dass ich froh war, auf meinem (zum Glück schon vor Wochen reservierten) Platz zu sitzen. In den Gängen stauten sich die Gestrandeten der letzten Stunden, die hofften, nun endlich nach Hause zu kommen, nachdem die Bahn zuvor mehrere Züge gestrichen oder Verbindungen wegen des Unwetters komplett eingestellt hatte. Darum hielt der Zug auch erst einmal außerplanmäßig in Harburg und alle Menschen ohne Reservierung oder Sitzplatz mussten wieder aussteigen. Kurze Zeit später dann das gleiche Spiel in Hannover: Massen an Menschen auf dem Bahnsteig, Massen danach in den Gängen und Abteilen und die Durchsagen, man möge bitte ohne Reservierung den Zug wieder verlassen, er könne so nicht weiterfahren. Diesmal weigerten sich die meisten, auszusteigen, was ich gut verstehen kann. Schließlich waren viele bereits seit 4 Uhr morgens unterwegs und bereits aus mehreren Zügen wegen Überfüllung geschmissen worden. Da aber keiner ausstieg, kam schließlich die Bundespolizei (!) und räumte den Zug. Aber die Reise war noch nicht zu Ende, denn in Fulda hatte sich auf dem Gleis vor uns ein Unfall erreignet, was uns eine weitere Verspätung von 1.5 Stunden zusätzlich zu den bereits vorhandenen 2 Stunden brachte. Kann mir ja egal sein, dachte ich, ich fahr ja durch bis Mannheim, hops da in die S-Bahn und bin da. Denkste. "Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unser Zug heute in Frankfurt endet!" ... Öhm! Ok! 
In Frankfurt wurde ich dann selber aus zwei ICE wegen Überfüllung geschmissen, im dritten blieb auch ich dann einfach im Gang stehen, zusammen mit ganz vielen Leidensgenossen, die wenigstens Bier und lustige Musik dabei hatten. Die Fahrt nach Mannheim war dann sehr spaßig, laut und warm (Viele Grüße an dieser Stelle!). Und so landete ich statt um 15 Uhr, erst um 19 Uhr in Heidelberg. Was wirklich schade war, denn eigentlich wollte ich mir meine ehemalige Studentenstadt in Ruhe angucken. Aber wenigstens reichte die Zeit noch für ein ausgiebiges und sehr nettes Abendessen mit "Laute(r) Lieblingsstücke".

Der eigentliche Grund aber für meine Reise war das Literaturcamp.  
Das ist ein Barcamp für alle, die sich für Literatur interessieren und fand Samstag und Sonntag im Dezernat 16 statt. Das Besondere an Barcamps: es gibt vorab kein Programm, denn dieses wird von den Teilnehmern selbst gestaltet. Das ist riskant, aber auch spannend. Die Schlange der Anbieter von Sessions war dann auch wirklich sehr lang und die Qual der Wahl danach nicht gerade einfach. Ich diskutierte mit Selfpublishern über ihre Ansprüche an Blogger (keine einfache Beziehung und zeigte mal wieder, wie unterschiedlich die Ansprüche beider Seiten doch sind). Danach ging es zu einem Austausch über das Dilemma "rosa - hellblau", welches nicht nur unsere Gesellschaft und unsere Kinder prägt, sondern sich auch in den Buchcovern niederschlägt. Nächster Vortrag "Leseplattformen", immer wieder spannend, welche gibt es, welche nutzt ihr, wo kann man sich gut vernetzen. Und schließlich das von mir noch immer stiefmütterlich behandelte Thema "SEO", mit neuen Ideen und Denkanstößen (alles kann, nichts muss). 

Der Sonntag war dann zum Glück nicht mehr so warm, dafür waren leider die meisten Sessions nichts mehr für mich. "SEO für Menschen, die lieber schreiben, als sich um Technik zu kümmern" fand ich allerdings wirklich klasse, aber danach sprach mich eigentlich nichts mehr so richtig an. Insgesamt fand ich das diesjährige Literaturcamp sehr Autorenlastig und die Sessions dann eben auch durch sie geprägt. Stattdessen hab ich lieber draußen mit Steffi, Jessica, Petzi, Alexandra, Bettina und Stephanie gesessen und unsere private Session "Entspanntes Bloggen" abgehalten. Das war ein absolutes Highlight, die Damen! Vielen Dank! 

Kurzerhand habe ich dann auch schon früher meine Heimreise angetreten und kam diesmal ohne irgendwelche Hindernisse wieder abends in Hamburg an. Und natürlich mit Buch: "Töchter einer neuen Zeit" von Carmen Korn*

Vielen Dank an das ganze Literaturcamp-Team für die tolle Veranstaltung und Organisation. Ich wünsche mir mehr Barcamps für an Literatur-Interessierte. Tausend Dank auch an Daniela und Heiko von Teekessselchen, die unglaublich leckere Aufstriche für das Frühstück hergestellt haben. Und schließlich ganz vielen Dank an die ganzen neu kennengelernten Menschen für die schönen Gespräche ua über Fahrradtouren, Lektoratsarbeit, Thriller mit historischen Hintergrund oder vegane Küche. 

LG von Caro

*amazon Partner-link

Dienstag, 20. Juni 2017

Frau Aiko verlängert - als Kleid!

Frau Aiko und ich sind, wie ihr wisst, ein Superteam. 
Zahlreiche Blusen dieses Schnittes füllen meinen Kleiderschrank: aus Jersey, aus Baumwolle, aus Sweat, mit langen, kurzem oder keinem Arm, fast alle Varianten habe ich bereits genäht und bekomme noch lange nicht genug.
Was lag da näher als auszuprobieren, ob man den Schnitt nicht einfach verlängern kann, um ein Kleid daraus zu machen. Und was soll ich sagen? Klappt super! Denn Frau Aiko ist ja so breit geschnitten, dass man den Schnitt ohne Probleme über die Hüfte bekommt, ganz ohne Reißverschluss oder andere Tricks.
Wenn ihr das auch wollt, müsst ihr lediglich einen Rockteil an die vorhandenen Schnittteile des Originalschnittes zeichnen. Ich zB schneide immer Länge L in Gr. XS zu und habe jetzt etwa 40 cm unten ganz gerade angesetzt.

Der Stoff ist von Stoff & Stil und ideal für das Kleid, denn es ist Crepe-Viskose und fällt superschön.
Und ich hab mir auch die Mühe eines Beleges gemacht, das sieht einfach hübscher aus. Könnte ich bei der nächsten Baumwoll-Aiko auch mal machen. Sehr viel mehr Arbeit macht ein Beleg eigentlich nicht.
Stoff: Viskose mit Palmen von Stoff & Stil


LG von Caro

Donnerstag, 15. Juni 2017

Immer wieder: Joachim Meyerhoff

Die Bücher von Joachim Meyerhoff kennt ihr alle, oder?
 Wenn nicht, dann könnt ihr jetzt schon mal alles von ihm auf eure Ferienleseliste für den Sommer setzen:  
"Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war"* über seine Kindheit als Sohn des Leiters der Psychiatrischen Landesanstalt in Schleswig, "Amerika - Alle Toten fliegen hoch"* über sein Austauschjahr an einer amerikanischen Highschool (gerade verliehen, wenn ich nur wüsste, an wen?), "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke"* über seine Ausbildung als Schauspieler und eine wunderschöne Liebeserklärung an seine Großeltern, bei denen er währendessen wohnte.

Im Herbst kommt der nächste Band raus "Die Zweisamkeit der Einzelgänger"* und passend dazu gibt es im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals in Hamburg eine Lesung - in der Elbphilharmonie! 
 
Meine Karten habe ich eben gekauft und freu mich schon total, Joachim Meyerhoff mal live erleben zu dürfen.
LG von Caro

*amazon Partner-link

Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 - Juni 2017

Guten Morgen!
Nachdem gestern strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen herrschten, sieht das auf den ersten Blick eher trüb und kühl aus.


Aber es nützt ja nichts. Also alle Kinder aus den Betten schmeißen und die Brotdosen befüllen.

Eine meiner LieblingsAikos aus dem Schrank geholt, leider heute mit Strickjacke.


Dienstag, 6. Juni 2017

Und nochmal, weil´s so schön ist: Shibori

Am Freitag gefärbt und am Pfingstwochenende gleich vernäht, diesmal in Enzian-Blau:

Taschenschnitt: selbst entworfen von meiner Freundin P.

Und? Hab ich euch schon angesteckt?

LG von Caro

Donnerstag, 1. Juni 2017

So geht das: Shibori in der Waschmaschine

Am Wochenende habe ich zusammen mit Susanne von der "Hamburger Liebe" und Nina von "Hedi näht!" im Stoffdeck einen Shibori-Kurs gemacht.  
"Shibori was?" Shibori ist praktisch die Ur-Großmutter der Batikbewegung und kommt aus Japan. Traditionell wird Shibori von Hand gefärbt: verschiedene Stoffstücke oder fertige Projekte werden speziell gefalten oder gerollt, dann mit Hilfe von Wäscheklammern, Schraubzwingen, Holzblöcken oder Rohren mit Garn fixiert und in einen großen Farbbottich mit blauer Farbe eingetaucht.
Je nach Dauer variiert der Farbton, alle abgebundenen oder eingefalteten Stellen bleiben weiß. Der Stoff wird dann noch verschnürt ordentlich ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Und wenn man die Päckchen öffnet, ist es bißchen wie Weihnachten, denn jedes Muster ist anders und besonders.
Das will man natürlich auch zu Hause können, aber ohne die Schweinerei. Nicht jeder hat einen Garten oder Hinterhof und gerade, wenn man größere Stoffstücke färben möchte, ist das Ganze schon eine ganz schöne Sauerei.

Und darum kommt jetzt meine Anleitung für "Shibori in der Waschmaschine":
Zunächst braucht ihr gewaschenen weißen Stoff (ich habe Ditte und Lenda vom Möbelschweden genommen). Außerdem benötigt ihr Bindfaden (der nicht färbt, zB Wurstgarn), ein Bügeleisen und die ganz Mutigen noch Unterlegscheiben aus dem Baumarkt.

Jetzt geht es ans Falten. 
Zu Beginn steht eigentlich immer eine Zieharmonika-Faltung: dh einmal nach vorne und einmal nach hinten, bis der Stoffstreifen ganz schmal ist. Schön bügeln! Danach könnt ihr den Stoff entweder wieder zieharmonikamäßig zum Quadrat falten, Dreiecke falten oder den ganzen Stoffstreifen aufrollen. Fixiert wird das Ganze mit dem Garn und zwar wirklich wirklich sehr sehr fest! Es sollte sich nichts lösen können, sonst wird es nichts. Je breiter das geschnürte Garn gewickelt wird, desto breiter bleibt der nicht gefärbte Streifen. Auch den ganzen gefalteteten Streifen in regelmäßigen Abständen abbinden, gibt einen tollen Effekt. Oder von der einen Ecke her aufrollen, in der Mitte falten und das Ganze einfach fest verschnüren.

Wenn ihr Unterlegscheiben verwenden wollt, legt ihr den gefalteten Stoff zu Quadraten (wieder als Zieharmonika) und legt in jede Falte eine Scheibe. Dieses Päckchen verschnürt ihr ganz besonders gut, es darf wirklich keine Chance bestehen, dass sich eine Scheibe löst! Ich übernehme auch keine Gewähr, dass es bei euch funktioniert, wenn ihr es in eure Waschmaschine packt. Das macht ihr bitte auf eigenen Gefahr!

Gefärbt habe ich mit Dylon* in Jeansblau.
Nach Anleitung wird zunächst das Pulver in die Trommel geschüttet und die angefeuchteten Stoffstücke dann dazu gegeben. Am besten stellt ihr "ohne Schleudern" ein, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Band löst, geringer. Nach dem Waschdurchgang nehmt ihr die tropfnassen Stücke vorsichtig raus und löst die Bänder. Die aufgefalteten Stoffe könnt ihr jetzt wieder zurück in die Waschmaschine geben und schleudern, jetzt kann nichts mehr passieren. Danach wascht ihr sie gleich einmal mit Waschmittel, um die letzten Farbreste zu entfernen (steht auch so in der Anleitung) und dann sind sie auch schon fertig!

Ich hab mal versucht zu rekonstruieren, welches Muster mit welcher Faltung entstanden ist:
1 (oben rechts)
2 (sieht aus wie das Röntgenbild einer Wirbelsäule)
3
4
5
6 (mit Unterlegscheiben)
(x ist nichts geworden, 7 auch nicht)

Toll, oder? 
Ich bin ganz begesiert, habe gleich heute neuen Stoff gekauft (das waren nämlich Reste aus dem Nähzimmer) und neue Textilfarbe.

Viel Spaß beim Nachmachen!

LG von Caro

PS. 
Wer jetzt Blut geleckt hat und die passenden Bücher mit mehr Techniken und Know-how lesen möchte, dem empfehle ich "Shibori - Traditionelles Färben neu interpretiert"* von Renna Deluxe und "Shibori - Färben auf Japanisch"* von Johanna Rundel

*amazon Partner-links

Montag, 22. Mai 2017

Ferienmodus

... mal wieder ... 

LG von Caro

Freitag, 12. Mai 2017

12 von 12 - Mai 2017

Herzlich willkommen zu meinen "12 von 12!", sehr unspektakulär heute an diesem Freitag!

Gestern abend musste ich sofort eine Idee umsetzen: also schnell ein Wort geplottet, leeres Marmeladenglas geschnappt, draufgerakelt, Teelicht rein, Scheife rum, fertig!
Hübsch, oder?

Dienstag, 2. Mai 2017

Wenn man keinen grünen Daumen hat ...

... muss man sich statt Pflanzen neue Sofakissen nähen. Diese großen festen Kissen vom Möbelschweden mag ich zu gerne und neue Bezüge sind schnell genäht.
 
Dank des Tutorials von "Kleine Fluchten" auch wieder mit verdecktem Reißverschluß, was das Kuscheln umso angenehmer macht, weil keine Knopfleiste stört.

Ab auf´s Sofa damit!

LG von Caro

Freitag, 28. April 2017

Huch, schon Freitag!

Die Woche ging aber auch schnell rum diesmal.
Mal gucken, was ich alles Schönes gemacht habe:

Ich war nach langer Zeit mal wieder Frühstücken im "Glück und Selig" bei mir um die Ecke, so nett, gemütlich und lecker!

Ich habe auf Empfehlung meiner liebsten Buchfreundin das Buch "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman* gekauft. In ihrem Exemplar stecken ungefähr 20 Post it, was auf eine unbedingte Empfehlung hindeutet. 

Überhaupt war ich viel Kaffee trinken diese Woche, zB im Black Delight, die so hübsche kleine Kunstwerke in die Tasse zaubern.
 Dagegen war der Espresso bei Starbucks heute morgen, als ich zu Söstrene Greene wollte, recht schlicht und nach dem S'mores im Vordergrund hatte ich doch einen leichten Zuckerschock.
Und geplottet hab ich auch, denn am Dienstag erscheint endlich " A Court of Wings and Ruins"von Sarah J. Maas* und ich freu mich wirklich sehr auf über 400 Seiten mit Rhysand und Feyre.

LG von Caro

*amazon Partner-link

Montag, 24. April 2017

Immer wieder Charliebag

Freitag lag der Stoff noch bei Stoff & Stil im Laden, heute darf die neue Charliebag schon mit mir einkaufen gehen:
Stoff: Stoff & Stil
Gurtband: Frau Tulpe
Schnitt: Charliebag von Burdastyle, Gurtbandvariante nach meinem Tutorial 

Und nein, man kann nie genug Charliebags haben. 
Schließlich will man jeden Tag nach Lust und Laune entscheiden, nach welcher einem heute ist ;o)  

LG von Caro

Mittwoch, 19. April 2017

Buchempfehlung: "Der Club" von Takis Würger

Es ist nur ein ganz schmales, dünnes Buch: 

Hans wächst als Einzelkind auf, als seine Eltern den Wunsch nach einem Kind schon längst begraben hatten. Seine ganze Kindheit hindurch sollte er ein Außenseiter bleiben, den die anderen Kinder meiden. Sein Vater aber nimmt ihn eines Tages mit zum Boxen und verleiht Hans dadurch für eine kurze Zeit ein Ventil, seine ganze Unsicherheit und Frustation zu bewältigen. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn viel zu früh sterben seine Eltern und er kommt in eine Kloster-Schule. Übrig bleibt als einzige Verwandte eine Tante in England, die ihn schließlich nach einiger Zeit zu sich holt und eine ungewöhnliche Bitte an ihn hat. Er soll sich in den sog. Pitt-Club in Camebridge aufnehmen lassen, einen elitären Box-Club und dort ein Verbrechen aufklären. Doch welche Rolle spielt seine Tante in dieser ganzen Geschichte? Wem kann er trauen und welches Verbrechen wartet auf ihn hinter den Türen der Elite-Universität?

Der Schreibstil von Takis Würger ist so dicht und klar, dass man ab der ersten Seite wissen möchte, wie es weitergeht. Die gesamte Geschichte wird aus 7 verschiedenen Perspektiven erzählt, was kompliziert erscheint, es aber nicht ist. Und natürlich spielt auch eine Rolle, wieviel erfunden oder echt ist, denn schließlich war Würger selbst Mitglied in einem renommierten Box-Club in Camebridge. Und so liest man atemlos Seite um Seite bis zum großen Finale, um das Buch dann sofort dem Nächsten in die Hand zu drücken.

"Allein ging ich durch die Straßen von London, spuckte ein wenig Blut auf den Asphalt und fühlte mich gut. Ich war ein Boxer, ein Mann. Ein leichtes Nieseln setzte ein, das beste Wetter der Welt. In der Hand trug ich die Sporttasche mit meinen nassen Handschuhen."

LG von Caro

* Amazon Partner Link

Sonntag, 16. April 2017

Osterschnipselei

Ich wünsche euch allen 
"Frohe Ostern!"
Der Osterhase brachte sehr lustige Emoji Powerbanks im Kacki-Design*,
es gab den absolut genialen Osterzopf nach Frieda (Rezept),

Burgerzeit bei "Most wanted Burger" mit einem unfassbar leckeren Honolulu-Burger mit Hühnchen und gebratener Ananas,
Lesezeit mit "Ein wenig Leben"*
und natürlich Schokoladenhasen.
LG von Caro

*amazon Partner-link

Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12 - April 2017


Herzlich willkommen zu meinen "12 von 12"!
Es hat eigentlich den ganzen Tag geregnet, es war grau, es war kalt, es war nass. So richtig schön eklig!
 Also hab ich mich in meine neue Jacke geschmissen, hab den Lieblingsschirm rausgeholt und bin zu Fuß ein paar Kleinigkeiten einkaufen gegangen
Wer guckt denn da so vorwitzig aus der Charliebag?

Dienstag, 11. April 2017

Buchempfehlung: "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Am Freitag war ich auf Einladung des Carlsen-Verlages bei einer Lesung zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch* eingeladen. Das Besondere an dieser Lesung war, dass es sich nicht um ein normales Buch handelt (das gibt es nämlich bereits: "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher*, mittlerweile schon in der 48. Auflage), sondern um seine Adaption als Graphic Novel.
Graphic Novels üben mehr und mehr eine Faszination auf mich aus. Dachte ich, ich hätte (bis auf Horror und andere Randbereiche) bereits aus fast allen Genres etwas gelesen, hab ich erst letztes Jahr diese Art von Literatur entdeckt. Wer denkt, es sei vergleichbar mit banalen Comics, der irrt. Es hilft zwar, wenn man auch schon immer gerne Comics gelesen hat, (wie ich zB stundenlang in den Ferien) da man dann mit dem Aufbau vertraut ist, aber Graphic Novels sind meist eher für Erwachsene. Sie sind unheimlich komplex, detailverliebt durch die Bilder und saugen einen durch diese neue Dimension geradezu rein in die Geschichte. Man braucht mindestens so lang für das wirkliche Lesen einer Graphic Novel wie für ein richtiges Buch.

Die Lesung wa einfach toll. 
Zum einen, weil sowohl Arne Jysch als auch Volker Kutscher anwesend waren und spannende Einblicke in ihre jeweilige Arbeit gegeben haben. So hat Volker Kutscher bereits für seine bis jetzt 6-bändige Krimireihe um den Komissar Gereon Rath umfängliche Recherche betreiben müssen, um möglichst realistisch über den Alltag im Berlin der 20er Jahre schreiben zu können. Arne Jysch als Illustrator musste zusätzlich noch viel mehr über die Gewohnheiten der Menschen erfahren. Wie hielten die Männer ihre Hüte? Wie dick war der Stoff der Anzüge? Behielten die Damen auf Festen im Haus ihre Hüte auf? Wie sahen die Lichtschalter im Komissariat aus und waren die Leitungen verputzt oder einfach über die Wand verlegt? Kein Wunder also, dass er für das Zeichnen dieser Graphic Novel mehrere Jahre brauchte. Und beide haben trotz der gleichen Geschichte etwas vollkommen Eigenständiges geschaffen. Und demnächst kommt sogar eine Verfilmung unter der Regie von Tom Tykwer raus. 
Zum anderen handelte es sich um eine szenische Lesung. Da wurden mit Hilfe von Geräuschen und Stimme einzelne Bilder zum Leben erweckt: wenn der Russe betrunken in Raths Zimmer torkelt und ihn niederschlägt, der Schuss sich im Donner löst, die leise Tanzmusik im Hintergund als Rath auf einer Party auf Männer trifft, die nur scheinbar unbestechlich sind. Wir waren alle ganz gebannt. Ein großes Kompliment an das Team von Carlsen!

LG von Caro

*amazon-Partner Link